17.3.15 21:26, kommentieren

Wir tragen Welten in uns.

Wir tragen Welten in uns. Welten, die nicht einmal wir selbst kennen. Die Welt eines anderen Menschen zu entdecken scheint so unmöglich, weil Welten oft so verwachsen sind, dass sie zu betreten viel zu viel Mühe kosten würde. Trotzdem gibt es in ihnen so viel zu entdecken. So viel Neues, was keiner kennt. So viel Verrücktes, was sich niemand jemals ausmahlen könnte. Und irgendwie auch so viel Trauriges, was wir gerne jemandem zeigen würden. Ich kenne nicht viel von meiner Welt. Trotzdem zeichnet sich in mir ein Bild. In mir wachsen zum Beispiel Bäume, an denen keine Früchte sondern Gedanken wachsen. Manche sind eher kahl und wirken abgestorben, andere blühen und werden immer größer und grüner. Manchmal wächst ein Baum sogar so hoch, dass ein Gedanke meinem Mund entweicht. Neben diesem kleinen grün-grauen Wald fließt ein kleiner Bach voller Erinnerungen. Ab und zu kommt ein kleines inneres Ich vorbei, welches über Gut und Böse entscheidet und gießt die Bäume mit dem Wasser aus dem Bach. Dank ihm lerne Ich aus meiner Vergangenheit. Das Erlernte wird von einer großen gelben Sonne am Himmel angezogen und dort gesammelt. Diese bringt Licht in meine Welt und sie wächst und wächst mit jeder neu erlernten Fähigkeit. Doch manchmal wird die Sonne von dicken, schweren Nebelschwaden verdrängt. In ihnen geistern Erfahrungen, die ab und zu alles dunkel erscheinen lassen. Manchmal kommt es vor, dass Nebelschwaden zu dick sind und Stücke von ihnen wie Steine auf die Erde fallen und Krater im Boden hinterlassen. Über diese Krater stolpert mein kleines inneres Ich oft und da es keine Schmerzen spüren will, stellt es sich Stoppschilder an all die Krater. So können sich die Krater auch nicht vergrößern. Natürlich gibt es in meiner Welt auch Blumen, jedoch wachsen diese nur selten und oft welken sie schnell. In jeder Blume scheint ein Gesicht zu leuchten, welches eine mir nahe stehende Person zeigt.

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